Katrin Langensiepen, wie inklusiv ist Europa wirklich?

Shownotes

In dieser Folge von Irgendwas mit Menschen – dem Heilpädagogik-Podcast sprechen Jennie Cremer und Philipp Bryant mit der Europaabgeordneten Katrin Langensiepen über Inklusion, Barrierefreiheit und politische Teilhabe in Europa.

Als erste Frau mit sichtbarer Behinderung im Europäischen Parlament setzt sich Katrin Langensiepen seit vielen Jahren für die Rechte behinderter Menschen, soziale Gerechtigkeit und ein inklusives Europa ein. Im Gespräch geht es um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, europäische Sozialpolitik, strukturelle Barrieren und die Frage, warum Inklusion noch immer so häufig an alten Systemen scheitert.

Dabei sprechen wir unter anderem über:

– die Rolle der EU bei Barrierefreiheit und Teilhabe – Unterschiede zwischen europäischen Ländern – Werkstätten, Bildungssysteme und Sonderstrukturen – politische Macht, Repräsentation und Selbstbestimmung – Ableismus und gesellschaftliche Bilder von Behinderung – die Bedeutung von Aktivismus und Selbstvertretung

Katrin Langensiepen spricht offen über ihre eigenen Erfahrungen, über politische Kämpfe auf europäischer Ebene und darüber, warum Inklusion niemals „fertig“ ist.

Eine Folge über Menschenrechte, politische Verantwortung und die Frage, wie ein wirklich inklusives Europa aussehen kann.

Katrin Langensiepen empfielht die Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy (später Fanny Hensel).

Schreibt uns eure Kommentare und Anregungen an podcast@bhponline.de.

Transkript anzeigen

00:00:00: Die EU kann Standards setzen, dadurch wird nicht dein persönliches privates Leben vielleicht ganz individuell besser.

00:00:06: Aber wir haben Standards!

00:00:07: Wir sind immer so ein bisschen der Schirm über die EU und wir sichern Rechte in dem Mitgliedstaat wo sie noch nichts stattfinden oder es nicht gibt.

00:00:32: Hallo und herzlich willkommen zu irgendwas mit Menschen dem Heilpädagogik Podcast.

00:00:37: Schön dass du heute wieder dabei bist.

00:00:39: Ich bin Jenny Kremau und moderiere diese Folge gemeinsam mit Philipp.

00:00:43: Hi Philipp, schön dass wir wieder zusammen am Mikrositzen.

00:00:46: In diesem Podcast sprechen wir mit Expertinnen über Themen die die Heilpädagogik in Praxis, Gesellschaft und Politik bewegen.

00:00:52: Was ist unser heutiges Thema?

00:00:55: Heute sprechen wir rund um das Thema Europa bzw.

00:00:58: die EU- und Teilhabeorientierung, Inklusion, Barrierefreiheit.

00:01:04: Unsere heutige Gäste ist Katrin Langensieden.

00:01:06: Sie ist seit dem Jahr zwei Tausend neunzehn im Europäischen Parlament für Bündnis Neunzig die Grüne und dort sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Greens Eva.

00:01:16: Als erster und bislang einzige Frau mit sichtbarer Behinderung im europäischen Parlament setzt sie sich für Inklusion, Soziale und feministisches Europa ein.

00:01:25: In ihrer politischen Arbeit beschäftigt sie sich insbesondere mit Barrierefreiheit Teilhabe und sozialer Gerechtigkeit.

00:01:31: Liebe Katrin!

00:01:32: Schön, dass du heute bei uns bist.

00:01:34: Danke für die Einladung!

00:01:36: Ja herzlich willkommen.

00:01:38: Ich würde zum Einstieg interessieren hast Du eine Idee warum wir dich heute zu dem Podcast eingeladen haben?

00:01:45: Ich habe mal auf einem Podium bei Halbpädagogen und aus unterschiedlichen Ländern in Europa gesessen und da dachte ich es so ein bisschen... Daher aus der Richtung kommt das, weil ich erinnere mich nämlich noch sehr gerne und sehr gut daran.

00:02:03: Das war eine richtig coole Europa bezogene aber auch Berufsstand kritische Debatte und das hat mir Spaß gemacht.

00:02:13: Schön!

00:02:14: Also das hat natürlich etwas damit zu tun warum du heute hier unsere Gäste bist Aber wir haben natürlich auch dich heute eingeladen.

00:02:24: uns sind froh dass du da bist weil du ja wie gerade schon angekündigt auch im EU-Parlament als Abgeordneter tätig bist und in der Arbeitsgruppe dich eben auch rund um Themen oder mit Themen rund um Beeinträchtigung, Behinderung auseinandersetzt.

00:02:43: Zu Beginn würde ich gerne jetzt mit dir in den Elevator Pitch einsteigen.

00:02:51: Ja, sechzig Sekunden bitten in denen du eine Frage beantwortest und der Timer, der wird anfangen zu laufen sobald du beginnst zu sprechen.

00:03:01: Und der Timers ist ja relativ gnadenlos das heißt nach sechszehnt Sekunden bimmelt er einfach

00:03:05: König aus dem Pappen!

00:03:07: Ja siehst du also heimspiel?

00:03:08: Ja auf einem minuten

00:03:09: Redezeit im Alament.

00:03:10: Ja Heimspil Sehr gut.

00:03:13: ich glaube wir hatten noch niemand der so gut trainiert an da drin war.

00:03:21: Das macht aber nichts, weil das ist dann vielleicht eine Verbesserung zu der eine Minute Redezeit im Parlament.

00:03:26: Wir können hinterher alle Aspekte die darin aufgeführt werden natürlich gerne nochmal aufgreifen.

00:03:31: Also Katrin dein Pitch startet wie gesagt wenn du gleich loslegst.

00:03:35: und die Frage die du beantworten solltest was ist Inklusion?

00:03:39: oder Wie verstehst Du Inklusion?

00:03:43: Inklusion ist niemals fertig, was die Kritikerinnen und Kritiker ja immer hoffen.

00:03:47: Und ich verstehe unter Inklusion, dass eine Gesellschaft sich nach der Person richtet und nicht einer Person mit Behinderung an den Anforderungen, die schon eine Nichtbehinderte-Gesellschaft hier vorgibt.

00:03:59: Beispiel?

00:04:01: Ich muss nicht am Mikro hochhüpfen wenn ich nicht rankommen sondern das Mikrofon wird auf meine Körpergröße angepasst.

00:04:10: Daraus ergibt sich für mich direkt die Frage, welche Rolle kann und sollte die Europäische Union spielen wenn es um Barrierefreiheit und Inklusion geht?

00:04:20: Barrierfreiheit & Inklusion betrifft ja alle Bereiche des Lebens.

00:04:24: Das ist nicht klasse Schule oder muss die Rampe ran, sondern das kann ein feministisches Thema sein.

00:04:34: Was wird über die EU finanziert?

00:04:36: Also das ist ja auch die Macht, die ein EU-Parlament hat.

00:04:40: Im besten Fall dass man sagt wo fließen Geld dahin.

00:04:43: Das ist gerade im Europäischen Parlament weil wir den Haushalt planen.

00:04:47: Ein ganz wichtiges Thema auch für behinderte Menschen und die Selbstvertretungen.

00:04:51: gerade Die EU kann Standards setzen, dadurch wird nicht dein persönliches privates Leben vielleicht ganz individuell besser.

00:05:00: Aber wir haben Standards!

00:05:02: Wir sind immer so ein bisschen der Schirm über die EU und wir sichern Rechte in dem Mitgliedstaat wo sie noch nichts stattfinden oder es nicht gibt.

00:05:14: Das ist vielleicht ganz kurz.

00:05:15: Ja das ist natürlich total spannend und ich glaube eine Sache müssen wir aber noch kurz irgendwie auflösen weil Du hast ja die Pitchfrage in einund dreißig Sekunden beantwortet.

00:05:26: Das heißt weit vor der Zeit und dann kam direkt die nächste Frage.

00:05:32: Du musst jetzt aber gar nicht mehr in dieser Pitch-Logik denken, sondern du darfst gerne auch weiter ausführen!

00:05:41: Jetzt hast du natürlich was sehr spannendes gesagt nämlich dass die Aufgabe des EU-Parlaments so ein bisschen als etwas verstehst wie einen Schirm, der für Rechte und deren Erlangung eintritt vielleicht dort wo sie noch nicht ganz zur Geltung kommen oder umgesetzt sind.

00:06:06: Und jetzt würde ich gerne direkt mit dir mal auf die Bundesrepublik Deutschland schauen.

00:06:11: also wenn wir Jetzt vor diesem Hintergrund, dass ja auch die UN-Behindertenrechtskonvention nationale Gesetzgebung ist.

00:06:19: Schauen wie würdest du denn als EU-Abgeordnete auf die Umsetzung der UN-BRK in Deutschland schauen?

00:06:33: So flapsig gesagt, Dolle ist es nicht!

00:06:37: zur Ehrenrettung Bundesrepublik Deutschland.

00:06:40: Es gibt nirgends wo, dass das perfekte Land geht dahin und da wird die UN-Minnertenrechtskonvention hundertprozent umgesetzt.

00:06:47: Du hast Länder, wo man sagt, hm funktioniert ja schon ganz gut.

00:06:52: Ich glaube Deutschland hat kann sich rühmen, dass wir die vierundzwanzig sieben Assistenz haben.

00:06:59: natürlich ist es immer ein einzelner Kampf.

00:07:02: Da wird jetzt die Hörerin oder der Hörer sagen ist aber nicht so toll.

00:07:06: Aber du hast immerhin die Möglichkeit, mit Assistenz zu leben.

00:07:12: Es gibt andere Länder, da hast du vielleicht mal sechs, sieben Stunden in der Woche und am Wochenende sagt dann die Assistentin, habe ich aber frei?

00:07:21: Wenn du ins Kino gehen willst.

00:07:22: als Menschen mit Assistenzbedarf ist es ein bisschen schwierig.

00:07:27: Aber wir haben es!

00:07:28: Es kommt auch immer darauf an, aus welcher Perspektive du auch die behinderte Person fragst.

00:07:33: Ist es eine blinde Person?

00:07:34: Ist das eine Person mit Lernschuldigkeiten?

00:07:36: Das ist eine sichtbare... Eine nicht-sichtbare Behinderung!

00:07:39: Aber ja der Staatenbericht.

00:07:41: ich war damals in Genf dabei Mit Bundestagsabgeordneten unterschiedlicher Parteien.

00:07:48: übrigens haben uns das Elend wirklich angeguckt von Menschen von der Bundesregierung, wie sie sich gerechtfertigt hat und was es eigentlich ein Trauerspiel war.

00:08:01: Ich wurde ja gefragt, was ist Inklusion?

00:08:05: Dass wir auch Strukturen haben in Deutschland, Positionen haben die sagen Sondereinrichtungen sind Teil der Inklusion.

00:08:13: Nein!

00:08:13: Die UNO sagt Es ist menschenrechts verletzend Und wir müssen Gesetze nicht neu erfinden weil das alles da Es ist, wenn ich es vergleiche besser als vielleicht auf dem Plattenland in Rumänien wo ich auch mal war oder in Ungarn.

00:08:33: Wir haben die Beschulung im größten Teil für Kinder mit unterschiedlichen Behinderungen.

00:08:40: wir haben Zugang zu Lebensmitteln essen trinken.

00:08:44: In manchen Landstrichen der Europäischen Union kannst du froh sein wenn du Strom hast.

00:08:49: Das soll jetzt nicht heißen, oh sei dankbar und du lebst in Deutschland.

00:08:52: Das nützt der Person jetzt erst mal nichts.

00:08:56: was wir aber immer noch haben sind das mehrgerätige Schulsystem wo dann eine Vereinheitlichung oder eine Reform sehr schwer machbar ist Und auch die Umsetzung der WNB-Restaurantion Schwermachbar.

00:09:10: Da schießen wir uns ins Knie mit dieser Struktur die wir haben.

00:09:15: Der Privatsektor muss sich immer noch nicht um Barrierefreiheit bemühen, wo ich immer sage, seht beinahe Menschen als Kundinnen und Kunden.

00:09:23: Es ist immer noch so das es eine Last, ein Problem, ein Kostenfaktor... Und das ist eine Sichtweise die sehr abelistisch ist.

00:09:32: Wir haben, um mal das Thema Feminismus anzusprechen und es ja auch gerade sehr aktuell ist Das Thema Gewalt an behinderten Mädchen und Frauen.

00:09:42: Offiziell verboten, Zwangsstilisierung offiziell verboten passiert aber unterm Radar.

00:09:50: wenn du Frauen oder Mädchen fragst mit unterschiedlichen Behinderungen sag ich hätte vielleicht gerne ein Kind gehabt Aber man hat mir gesagt es ist denn besser So.

00:09:59: dann hat man sie jetzt nicht festgehalten und sterilisiert aber man hat ihr auch klar gemacht dein freier Wille zählt nicht so Ist eine Menschenrechtsverletzung.

00:10:08: Okay, also so wirklich das Bild was du jetzt gerade zeichnest ist ja ambivalent.

00:10:14: Also dass du auf der einen Seite sagst wir haben aus der europäischen Perspektive auf die Bundesrepublik geschaut.

00:10:21: So etwas wie eine gute Grundvoraussetzung weil wir eine Gesetzgebung haben die Rechte sichert und zugänglich ist es aber so in der Umsetzung dessen Herausforderungen unterschiedlicher art erleben.

00:10:38: und dann hast du kurz auch so ein bisschen angedeutet.

00:10:41: In einem inner europäischen vergleich mag das manchmal dazu führen dass die berd gut dasteht, du hast aber auch angedeutet dass es in bestimmten aspekten so ist dass die brd schlecht darstellt.

00:10:52: kannst du vielleicht ein zwei länder vielleicht auch mit nem beispiel nennen wo du sagst zum beispiel im bezug auf einen bildungsaspekt oder irgendein den du eben wählst Diese Länder sind gute Vorreiter, die sind Best Practice oder Good Practice an denen man sich orientieren kann?

00:11:10: Da würde ich die nordischen Länder nehmen.

00:11:13: Schaut nach Finnland, schaut nach Schweden, Dänemark.

00:11:20: aber die haben auch ein anderes Sozialsystem.

00:11:22: da ist so der Wohlfahrtsstaat Versorgung Aber auch das Bildungssystem.

00:11:29: wenn wir gucken PISA oder wo wohnen die zufriedensten Menschen sind es heute häufig die skandinavischen Länder.

00:11:38: Ich schick die Menschen aber auch immer sehr gerne nach Spanien.

00:11:44: Erst mal, die haben was Frauenrechte betrifft in der Vergangenheit wirklich klare Gesetzgebung gemacht und wenn es um Gewalt an Mädchen und Frauen generell geht von Hinterherpfeifen auf offener Straße bis ist das eben nicht mehr akzeptiert tut, sich strafbar und die wird auch bestraft.

00:12:07: Und es ist klar in Politik- und Gesetzgebung und Umsetzung dass das eben kein Kavaliste liegt.

00:12:15: Da ist eine Gesellschaft Menschen mit Behinderungen, die klassische Einrichtungssystem hat es so wie es bei uns gibt versorgt Hauptsache betreut Bis zur Rente, bis zum Ende.

00:12:32: diesen Gedankengang gibt es nicht.

00:12:34: Da ist eine Gesellschaft ganz anders gewachsen!

00:12:38: Die gucken immer kopfschüttelnd auf uns und sagen, warum macht ihr das?

00:12:41: Warum lasst ihr da die Leute immer noch für ein Euro die Stunde in diesen Werkstätten rackern?

00:12:46: So auch wenn dann noch bisschen was untopft kommt.

00:12:49: aber jetzt das System wofür wir ja auch in Genf gewascht

00:12:55: wurden.

00:12:56: Aber sowas von Wir werden.

00:13:00: Erhaltung der Sondersysteme.

00:13:02: Das ist Setzen sechs!

00:13:04: Und das Interessante war, dass wir hier auch über Heilpädagoginnen sprechen.

00:13:08: Ich habe mal in einer Klasse von Heilpädagogenschülerin oder aus dem Gesundheitswesen gesessen und ja... wo läuft es denn toll?

00:13:15: Und dann denken wir, ah Deutschland, da muss das so richtig toll laufen.

00:13:19: Wie?

00:13:19: Und gerade deswegen wegen dieser Erhaltungen der Sonderstrukturen sind wir schlecht.

00:13:23: die waren völlig fassungslos weil sie dachten echt tut.

00:13:26: doch wieso wir tun wir tun doch viel für behinderte Menschen Und das wurde aus der Perspektive eines Schülers ohne Behinderung so gesehen.

00:13:36: Also, wie ist eine Gesellschaft?

00:13:38: Wie ist das Ausbildungssystem?

00:13:40: über welche Menschen reden wir?

00:13:42: Warum reden wir immer mit den Falschen?

00:13:44: Sitzen eigentlich auch immer die falschen Leute auf dem Podium fragt man.

00:13:46: Dademal im Finanzminister ein, auch mal ganz spannend, weil ich glaube so als sozialer sichs nach New York aber jeder und jede Inklusion für sich definiert.

00:13:55: also daher würde ich sagen die nordischen Länder Kann man schon mal sagen, Jo?

00:14:03: Oder Spanien im Arbeitsbereich.

00:14:07: Im Frauenbereich oder für Frauen und Mädchen mit Behinderung weil man da auch ein ganz anderes Verständnis hat.

00:14:13: aber wie gesagt es gibt nirgends wo das Paradies ist nirgendwo wirklich hundert Prozent.

00:14:20: Und auch immer wen du fragst in welchen Landstrichen bin ich?

00:14:23: auf dem Plattenland kommt er vielleicht einmal einer Woche im Bus wo die S-Bahn kommt alle fünf Minuten.

00:14:33: Aber klar, guckt man sich die Staatenberichte an, dann wird es

00:14:35: spannend.".

00:14:36: Ja du hast das eben schon kurz erwähnt!

00:14:38: Was glaubst du?

00:14:39: Warum ein alten Paradigmen einfach so starf festhält und warum Themen wie Inklusion und Teilhabe nicht stärker im Zentrum der europäischen Politik stehen?

00:14:49: Das ist mein Sinn unsere Systeme.

00:14:51: wenn wir jetzt auf Europa gucken in jedem Land Anders.

00:14:54: Das fängt ja schon in der Bundesrepublik Deutschland an, wir haben da sechzehn Bundesländer und der eine ist so geregiert und die andere ist so regiert und dann haben wir noch alle paar Jahre wahlen und dann ändert sich wieder was.

00:15:05: und dann natürlich dass zu wenig Menschen mit Behinderungen macht Positionen sind.

00:15:11: So auf Ehrenamtsbasis findet das statt.

00:15:18: Da hast du Kommunalpolitikerinnen mit Behindernung sichtbar oder nicht?

00:15:22: sichtbar.

00:15:23: Aber wenn es dann wirklich um die Macht geht, wirklich um Plätze, die vergeben werden, dann wird er schon dünn.

00:15:33: Also wo sind die Entscheidungsträger?

00:15:39: Es ist eine Frage.

00:15:40: da komme ich wieder auch zurück auf gesellschaftliche Entwicklungen.

00:15:43: wie sehen sich Binder dem Menschen auch selber?

00:15:46: was habe ich gelernt?

00:15:48: also wenn ich lerne... Ich bin sowieso bald versorgt Ob ich mir hier was wünsche oder was nicht wünsche, das interessiert hier keinen.

00:15:59: Auch aus der Perspektive kann ja auch mal ganz angenehm sein.

00:16:02: also wenn schon alles für mich organisiert wird muss ich mich nicht um irgendwas kümmern und alles lehnen.

00:16:08: will ich etwas verändern?

00:16:09: Aus der Perspective einer betreffenden Person?

00:16:12: wo sind wir dann wie sie das Bildungs ist?

00:16:14: Was wird vermittelt zum Thema Menschenmitbehinderung?

00:16:17: Wie werden Menschen mit Behindungen Medien dargestellt?

00:16:20: Kenne ich Schauspielerinnen mit Behinderung?

00:16:23: Ist das Thema, wird es der dramatisch und taurig dargestellt?

00:16:27: Oder ist es super empowernd wo du auch denkst naja also wieder bist du Superwoman oder die Bedauernswerte was dazwischen gibt's gar nicht.

00:16:37: Es ist wirklich so spannend wie du das sagst weil genau so ist dass Du hast ja entweder so dieses superhero syndrome oder du hast das ach shame syndrome Und man hat entweder diese boah also Dass du das machst obwohl du ja so Ja, und trotz... das ist ja wirklich Wahnsinn.

00:16:55: Wow!

00:16:55: Toll.

00:16:56: oder ebenso dass so gesprochen wird als wäre das ein Schicksalsschlag den man bemitleiden müsste?

00:17:03: Und ich finde es so spannend bei dem was du gerade gesagt hast wie das auch rauskommt wenn wir jetzt mal die heilpädagogischen Ohren aufsperren weil du hast ja gerade ziemlich deutlich darauf hingewiesen Dass es gar nicht fliegen kann, weil es so nie gesehen wird.

00:17:22: Dann wird das auch im übertragenen Sinne eben sich nie fliegend sehen.

00:17:26: wenn wir aber Menschen so adressieren dass ja Entwicklungsbildungsfähig fähig zur Verantwortung ist Übernahme für das eigenständige Leben und so sind dann bekommen wie sie natürlich auch in eine ganz andere sozusagen Identität begleitet in der Sie sich selber viel mehr ich will gar nicht sagen zu trauen aber in der sie ein ganz anderes bild eine ganz andere eigen.

00:17:52: Wahrnehmung von sich bekommen.

00:17:53: das ist ja so ein wichtiger aspekt finde ich den du gerade noch mal reingibst wenn man das so oft.

00:17:59: Ich musste grad nochmal dieses beispiel der klasse denken die du erwähnt hast oder mit dem halbhetergoik schielerin gesessen hast und wenn solche inhalte klar werden dass auch so ein bisschen glaube ich besser zu verstehen was auch teil unserer aufgabe es.

00:18:15: Jetzt haben wir ja so ein bisschen über die BRD und vielleicht vergleichbare Länder als Positivbeispiele gesprochen.

00:18:21: Was würdest du denn sagen, wie barrierefrei ist in der EU?

00:18:25: Ähm... Mit jemandem fragt.

00:18:29: Geh mal!

00:18:30: Ich bin mit einem Rollstuhl nutzenden, ich war im Budapest, dann bin ich mit dem Rollstuel durch ... Budapest ist eine traumhaft schöne Stadt.

00:18:37: Tschechien kann auch eine Traumhoftschöne... Prag, eine traumhaftschöhne Stadt sein.

00:18:42: Dann hast du für den Rheustuhlennutzenden die Altstadt des Kopfsteinpflaster und die alten Gebäude wo kein Aufzug ist.

00:18:52: Schöne Fleiße!

00:18:54: Da steht und fällt es häufig.

00:18:57: Also räumlich?

00:18:59: Es ist abhängig davon wo du bist.

00:19:01: Es kommt darauf an, aus welcher Perspektive.

00:19:04: Klar es gibt die Normen, das mag jetzt alles aus deutscher Perspective was man ja auch errungen hat diese Standards.

00:19:14: aber in Sachen Umsetzung des EU Accessibility Acts.

00:19:21: also Was tut Europa?

00:19:23: Wir sind der Schirm und sagen Barrierefreiheit-Stärkungsgesetz dass jede und jeder so darunter kennt, kam eigentlich mal aus Brüssel.

00:19:34: Und unsere Aufgabe ist es also das Parlament in vielen Verhandlungen mit Kommissionen sehr arbeitstechnisch setzt sich zusammen sagt Das wollen wir und da sitzen die Mitgliedstaaten und sagen okay und dann hat man ein verhandlungsergebnis.

00:19:48: Jetzt ist es aber die Aufgabe jedes einzelne Mitgliedsstaat das denn auch umzusetzen.

00:19:54: wenn sie sich aber besonders viel Zeit lassen.

00:20:02: Ja, letzte Woche wurde wieder mal die Bundesrepublik Deutschland dafür gerügt dass ihr gerade dieses EU-Bahierefreiheitsgesetz das aus Brüssel kam unzureichend umsetzt.

00:20:15: Also was da in Berlin oder wo rüber sich sehr viele Menschen zurecht aufregen als gesetzt auf den Weg gebracht wird ist unzurreichend.

00:20:27: Und dann kann die Bundesrepublik Deutschland erst mal nur gerügt werden, so wie in der Schule bis hin, dass du Strafen zahlen musst und die Strafen werden vom Europäischen Gerichtshof auferlegt.

00:20:46: So!

00:20:48: Ohne dieses EU-Gesetz würde es auch wenn das nicht geil ist, dieses Barrierefreiheitsstarkungsgesetz so nicht geben Und am Ende hat dann auch keine Strafmöglichkeit oder Klagemöglichkeit, wo man sagt so Deutschland jetzt musst du aber.

00:21:11: Somit würde ohne uns und ohne die UNO gar nichts geben.

00:21:19: bei aller Kritik und Lampransusigkeit und fehlender Wille das in dem Tempo umzusetzen oder auch Gelder in die Hand zu nehmen, es wird ja jetzt eher gekürzt auf allen Ebenen.

00:21:32: Das sehen wir international als dass man sagt, jetzt sehen wir aber jetzt müssen wir das aber umsetzen.

00:21:42: somit kann man das sehr schwer allgemein verallgemeinern weil jedes Land ist unterschiedlich.

00:21:51: ich war mal in Qatar oder geh mal durch die Bankenszene von Frankfurt, ja da hast du vielleicht nicht zwingend ein Problem einen Aufzug zu finden.

00:22:03: Sondern du hast neue Gebäude und nicht den Altbau.

00:22:07: Und somit ist das immer sehr schwierig.

00:22:09: Ich weiß dass es immer so eine klassische Frage ist aber sehr schwierig zu beantworten.

00:22:14: Die Staatenberichte sagen halt, die klappern jeden einzelnen Artikel ab und sagen was macht ihr in dem Bereich?

00:22:21: Und dann wird jeder Starter danach gemessen.

00:22:24: und da schaffen wir halt ganz viel nicht.

00:22:27: Der Privatsektor kürzt scherzlichen feuchten Dreck um Barrierefreiheit, die barrierefreie Webseite.

00:22:36: kann eine Kellnerin oder ein Hotelier oder einer Person, die in der Gastro arbeitet beschäftigt sie Menschen mit Trisomie oder blind oder gehörlos?

00:22:46: Wir sprechen englisch, französisch.

00:22:47: Warum gibt es keine Gebärdensprache?

00:22:49: Da ist das auf einmal wieder so kompliziert.

00:22:52: Es ist eine anerkannte Sprache.

00:22:55: Mal wegkommen auch von diesem Rampendenken Weil dann... Oh ja wir haben ja ne Rampe hinten Richtung Notausgang.

00:23:01: Wenn sie da über den Hof gehen, da finden Sie's Dann.

00:23:04: Was vielleicht in meiner baulichen Situation Veränderung auch nochmal okay ist.

00:23:10: Aber So Und da ist die Lebenssituation für viele Menschen In der EU Und wir reden über einhundert Millionen behinderte Menschen, also ungefähr.

00:23:21: Wir haben Probleme zahlen zu generieren.

00:23:25: Also das kriegst du ja nur indem du dich vielleicht registrierst ist deine Krankenkasse, dass du bei deiner Krankenklasse oder beim schwerbinderten Ausweis man dann weiß okay wir haben circa so und zu viel an Menschen mit Behinderung.

00:23:41: der Status der Behinderungen wird auch in jedem europäischen Mitgliedstaat anders definiert

00:23:48: Ja.

00:23:48: So ein bisschen wie so eine Korrelation zu dem, was du vorhin schon erwähnt hast in Bezug auf den Inklusionsbegriff.

00:23:53: also der wird ja auch überall anders definiert.

00:23:56: das ist so ein bisschen von der Unkenntnis zur Unkenntlichkeit geworden.

00:24:01: es sind nicht meine Worte aber das möchte ich da schon ja schon noch raus.

00:24:09: Katrin, man hört auf jeden Fall ganz deutlich die Leidenschaft, die du mitbringst.

00:24:12: Die glaube ich auch zwingend erforderlich ist um die Aufgabe zu erfüllen, die Du im Parlament übernimmst.

00:24:19: Jetzt würde ich gerne nochmal ein bisschen zurückruhen.

00:24:21: Du hast schon einzelne Abstände in Deiner Biografie leicht angetitscht und mich würde tatsächlich interessieren... Gab's irgendeinen Punkt in deinem Leben, wo du gesagt hast ich kann nicht mehr leise das Süppchen vor mich hinkochen sondern ich muss laut werden.

00:24:37: Ich muss aktiv werden und ich muss einfach was an den Umständen wie sie aktuell sind im großen Stil tun so wie du es jetzt machst?

00:24:55: So losgelaufen.

00:25:02: Ich wollte auf Niederpartei beitreten, hatte auch keine Lust zu... ich war viel unterwegs.

00:25:09: Manchmal freiwillig, manchmal unfreiwillig weil was macht man nach dem Schulabschluss?

00:25:14: Außer gehe in eine Einrichtung gab es da für mich keine Angebote mit sechzehn, siebzehn.

00:25:20: Da hab' ich auch schon.

00:25:21: also weißt du überhaupt woher du redest?

00:25:24: wird an mir auch vorgeworfen!

00:25:25: Du hast ja gar keine Ahnung wie das bei uns ist sei nicht mehr mal fast bei euch gelandet.

00:25:30: Und der Vorwurf kommt über von nicht beinahen geschäftsführenden Personen, muss man auch mal sagen.

00:25:36: Wo mir der hauptsächlich weiße Zisman immer bei solchen Begriffen zu bleiben, mir dann erklärt wovon ich Ahnung habe.

00:25:43: aber das hab' ich auch in anderen Themen.

00:25:46: und als sich dann zwanzig... nein, zweitausendneun mit meiner Ausbildung Beigemacht einmal Logo-PD, habe ich abgebrochen und dann hab' ich eine Fremdsprachenausbildung gemacht.

00:25:57: Ich bin gelernte Fremdsprachenassistentin mit Schwerpunktübersetzung.

00:26:01: So... also auch nicht völkerrecht, Menschenrechte studiert.

00:26:06: Und ab dann gemerkt das war dann auch zur Finanzkrise du kannst hier machen was du willst Du kriegst ja keinen beinandten auf dem Boden.

00:26:16: Also du wirst hier gesellschaftlich akzeptiert Zuhause darfst du.

00:26:21: Du darfst zu Hause bleiben, Fernsehgucken.

00:26:24: Sozialhilfe bekommen hat's dir hieß das damals.

00:26:27: und dann sei doch glücklich und

00:26:28: zufrieden.".

00:26:29: Da kommen wir wieder zum Anfangsthema.

00:26:32: Na ja man muss nicht hungern, man muss sich frieren!

00:26:34: Wir haben ein Sozialsystem.

00:26:36: aber mal so eben abgehakt zu werden mit der Ende zwanzig war es auch kein schönes Gefühl hätte ich mich jetzt zufriedengeben können.

00:26:45: Also Teilhabe selbstbestimmungsmöglichkeiten überhaupt nicht gegeben

00:26:49: Überhaupt nicht, auch gesellschaftlich sowieso.

00:26:52: Wir machen doch so viel für euch.

00:26:55: Also sei doch mal dankbar!

00:26:57: Wir haben doch ein Bildungssystem für behinderte Kinder Es gibt doch die soziale Hilfe es gibt doch WFBMs Ihr seid doch versorgt und wenn du dann aber was anderes willst und sagst ich werde lieber Journalistin in alles AB war Dann wird das schwierig.

00:27:17: Ja, also die Grundposition finde ich so spannend weil sie nimmt ja diesen Gedanken auf der auch in der behinderten Bewegung so viel ausgelöst hat.

00:27:25: Also diese vermeintliche Dankbarkeit.

00:27:28: Ich bin deswegen gerade da vielleicht auch ein bisschen näher dran, weil ich zu dem Buch von Udo Sirk grade das er jetzt rausgebracht hat.

00:27:37: Fünfzig Jahre Behindertenbewegungen frech und frei!

00:27:40: Da ist ja auch dieser Dankbarkeitsbegriff so einen ganz zentraler dem er so unglaublich vehement widerspricht.

00:27:49: also von wegen warum sollen behinderte menschen, die werden ja behindert gemacht.

00:27:54: Warum sollen die denn für irgendetwas dankbar sein?

00:27:58: Sondern sie wollen doch Selbstbestimmung und Eigenverantwortung machen und wenn das andere Wege braucht dann muss ich doch nicht dankbar seien für dass was die normierte irgendwie Durchschnittsgesellschaft meint.

00:28:13: Was für mich da richtig sei

00:28:17: Das, dieses sei doch dankbar und da gibt's nichts anderes.

00:28:21: Und das ist so... Da bin ich dann fruchtig geworden und hab mir die globale Lage angeguckt.

00:28:28: Dann Stuttgart-Einundzwanzig als die polizeine offiziell angemeldete Schülerdemo, die mit Wasserwerfern bekämpft hat.

00:28:38: Da gab es unterschiedliche Ereignisse.

00:28:41: einmal das private Ich war dann arbeitslos, dreihundertfünfzig Euro Hartz IV Ähm, sei doch dankbar und die internationale Lage haben mich dann dazu bewegt.

00:28:51: Wenn du hier zu Hause horst, wird sich nichts ändern.

00:28:54: Und ich habe mich auf den Weg gemacht und bin in einer Gewerkschaft beigetreten... ...und da in den Grünen und wenn du wenig Geld hast überlegst du dir das zweimal auch dass politische Teilhabe eher dann musst du hier leisten können.

00:29:06: Wo fängt es an?

00:29:07: Das ist ja natürlich... Du musst die Mittel haben!

00:29:10: Du musst äh.. Natürlich auch dass du barrierefrei dann auch zu den Veranstaltungstreffen kommst.

00:29:19: Ortsvereine, Ortsverbände... Ich habe dann in Hannover gewohnt und es war für mich relativ einfach.

00:29:24: Aber ich hab aber auch im Führerschein und kann auf dem Land selbst bestimmt von A nach B kommen.

00:29:30: Also wo sind die Hürden?

00:29:31: Es fängt an der Basis an!

00:29:33: Und bin dann, hat mir das dreimal überlegt und alle haben gesagt, sag mal bist du... Also dir das mal durchgerechnet.

00:29:42: Das waren sieben Euro aus dem Regelsatz, das ist nicht im Regelsatz enthalten politische Teilhabe und das überlegst du dir dreimal ob du das machst?

00:29:49: Und bin Mitglied geworden weil ich auch gesagt ich muss irgendwie Banden bilden.

00:29:54: Und bin losgelaufen und habe mich mit der Behinderung beauftragten der Stadt Hallofa verabredet.

00:30:00: Ich hab da mal eine Frage und wie ist denn die Lage war?

00:30:03: Vielleicht bist du ja auch irgendwie sehr stark in deiner Wahrnehmung eingeschränkt dass du das und du wirst ja auch nicht rumnöhlen, grundlos.

00:30:12: Und dann hatte ich als Werdymitglied dann mal die Möglichkeit mit einer Betriebsräte in einem Unternehmen in Hannover zu sprechen.

00:30:23: Die hat gesagt da ging es um Beschäftigung von Menschen mit Behindungen.

00:30:27: so warum ist das so schwierig?

00:30:29: Warum kriegen wir keine Arbeit?

00:30:30: was ist nahe?

00:30:31: und dann hatte sie eigentlich eher das Enttäuschende Die Rückmeldung, so für mich.

00:30:38: Wir saßen in der Kantine und sagten, gucken Sie sich da mal die Anzugträger an?

00:30:42: Glauben sie, die haben Bock auf Themen wie... Und ich muss jemandem geben, weil es angesprochen wurde.

00:30:49: Seien Sie nicht so aggressiv!

00:30:52: Und dann dachte ich...

00:30:55: Jetzt ist er

00:30:55: zu Recht!

00:30:56: Das weiß du,

00:30:56: oder?

00:30:56: Bitte

00:30:59: doch!

00:31:01: Also auch bei der Kritik, ich bin Gewerkschaftsmitglied.

00:31:03: Ich kritisiere auch die Rolle der Gewerkschaften das da so laut geschiegen wird wenn es um die Akzeptanz, dass das akzeptiert wird, dass Menschen mit Behinderung in prekären Situationen arbeiten wo sie Teil eines Wirtschaftssystems sind und sich Unternehmen schlanken Fuß machen.

00:31:25: Das ist natürlich nicht nur ein Bereich, den es zu kritisieren gilt Sondern es sind mehrere.

00:31:33: Ein Konstrukt, wo alle von profitieren nur nicht die Menschen sollen ja schließlich dankbar sein und das hat mich.

00:31:40: ich war nicht dankbar.

00:31:41: Ich bin aber auch nicht so...ich komme auch nicht aus dem Elternhaus Wo mir in den Anfang der achtziger auf einer Regelschule.

00:31:50: Ich hatte Eltern, die mich nicht versteckt hatten.

00:31:53: Achtzigerjahre Großburg Wedel Urschwarzes Gebiet CDU.

00:31:57: seit hundert Jahren da als erstes Kind mit Behinderung.

00:31:59: Ich hatte noch ein Bruder meiner besten Freundin, der hat in der deren Schwierigkeit.

00:32:03: Wir beide waren die einzig behinderten Kinder, die beschult wurden und ich habe auch gesehen was mit Kindern passiert, wo nicht das Elternhaus hinter war oder sein konnte aus unterschiedlichen Gründen.

00:32:18: Die waren dann nicht mehr in der Klasse, die waren dann weg!

00:32:21: Und das hat mir auch im Teilen als Kind Angst gemacht.

00:32:23: warum waren sie plötzlich weg?

00:32:25: Und wir hatten keine Kontakte zu der damals hießes Sonderschule, Förderschule.

00:32:30: Zu den Kindern!

00:32:31: Wir waren räumlich... Der Pausenhof waren wir getrennt und das waren immer die.

00:32:37: Da konnte man durch eine Glastür gucken und die Geschichte habe ich auch von Menschen aus Frankreich gehört.

00:32:43: Auch da gibt es ein ähnliches System.

00:32:45: also nicht nur Deutschland hat seine Sondersysteme sondern in Frankreich gibt's das auch oder in anderen Strukturen.

00:32:54: Die waren dann plötzlich weg und das macht was mit dir als Kind.

00:32:58: Und es werden ja auch Kinder mit Migrationsgeschichte, die aus Quartieren kommen wo so Marktschlo-Arbeiter ging oder wo ein großer Prozentsatz an Kindern mit Fluchgeschichte oder neulich hatte ich einen Podcast oder jemandem gehört der hat sein Leben lang seine Kindheit in geflüchteten Unterkünften Gelebt so.

00:33:22: Und wenn die Lehrerinnen sagen, Lehrer sagen Steht und fällt mit Lehrern und Lehrern Hauptsache Lehrerin.

00:33:30: Also entweder hast du einen Umfeld in deiner Kindheit das dir vermittelt.

00:33:34: Ey Mit unserer Unterstützung Gucken wir mal machen wir das möglich um.

00:33:41: meine Eltern haben auch gesagt ich werde ja nicht schreiben können.

00:33:43: Das wusste man ja auch schon.

00:33:45: Ich habe Diskalculie dass hat mein nachher mit über zwanzig bei mir rausgekriegt.

00:33:48: ich kann mich ich konnte nicht rechnen

00:33:52: Wahrscheinlich eher deswegen auch, also es ist jetzt eine Mutmaßung.

00:33:56: Aber dadurch das haben wir ja schon drüber gesprochen du eine sichtbare Beeinträchtigung hast wird das wahrscheinlich eher damit attribuiert vor allen Dingen eben in so einer rehistorisierenden Perspektive.

00:34:09: aber ich höre schon raus Es gibt ja unglaublich viele Vor allen Dingen biografische Marke die dich dazu gebracht haben dass Du jetzt dort bist wo Du bist und Ich würde jetzt gerne mit Jenny und dir gemeinsam ein bisschen A und B spielen.

00:34:25: Wir werden dich jetzt also vor die Auswahl stellen, ganz unterschiedliche Dinge stellen wir dagegen über.

00:34:32: du sollst dich entscheiden für eine der beiden Dinge die dir angeboten werden Und du darfst es nicht begründen sondern du musst dich einfach entscheiden.

00:34:39: einen Joker hast Du und Es ist schon so ein bisschen unser Ziel dass wir dir den möglichst schnell abluchsen damit du dann schwierige Entscheidungen treffen musst.

00:34:50: Okay Ich würde mal beginnen und einen sprachlichen Kniff versuchen, wenn du so darüber nachdenkst wie deine Arbeit ist.

00:34:59: Und wir haben ja schon gesagt da wird manchmal auch über anstatt mitgesprochen.

00:35:04: sind die Menschen, über die wir ja auch gerade immer widersprechen, sind das Betroffene oder sind es die Betreffenden?

00:35:12: Die Betreffenen.

00:35:15: Partizipation oder Repräsentation?

00:35:23: Machst du Politik mit oder Politik für Menschen?

00:35:31: Mit.

00:35:35: Freivilligkeit oder verbindliche Vorgaben?

00:35:38: Verbindliche vorgaben.

00:35:41: Inklusion als Querschnittsthema, oder ist es ein eigenes Politikfeld?

00:35:46: Als Querschnitzthema.

00:35:48: Ja gut ja Joker wird nicht in Anspruch genommen.

00:35:51: Barriereabbau- oder Systemveränderung?

00:35:55: System Veränderungen

00:35:58: Nationale Verantwortung oder europäische?

00:36:04: Ja, europäisch.

00:36:08: Okay.

00:36:09: Expertinwissen oder Erfahrungswissen-Expertinnen?

00:36:17: Ist Inklusion für dich Teilhabe oder Selbstbestimmung?

00:36:23: Selbstbestimmung.

00:36:26: Downpolitik oder Buttonabbewegungen?

00:36:30: Abbewegung.

00:36:33: Stark!

00:36:34: Also ich würde sagen, Katbeen du hast es richtig gut gemacht und du bist ja ohne Joker zu nehmen durchgekommen.

00:36:41: Gibt's irgendwas worauf du noch mal eingehen möchtest in diesen Einstellungen?

00:36:45: Worauf?

00:36:47: Du hattest ja immer gesagt irgendwie Teilhabe so Partizipation das ist immer für mich... Ich kann einen runden Tisch machen der ohne Macht gegründet wird ohne Einfluss.

00:37:00: da kann man Menschen mit Behinderung dann einladen.

00:37:04: haben wir doch alles erfüllt?

00:37:06: und ja, haben doch die Menschen befragt.

00:37:08: Sie können aber nachher nicht die Entscheidung mitfällen.

00:37:13: Ich bin das sage ich auch öffentlich gerne sehr provokativ.

00:37:18: bitte nicht den Hundert neun neunzigsten Inklusionstisch-Laberrunde wo wir nochmal über Inklusion reden weil das Wissen haben wir Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem Und es muss da eingehen, dass beinahe Menschen auf unterschiedlichen Ebenen in Machtposition kommen.

00:37:35: Die können unterschiedlich aussehen.

00:37:38: aber dann wieder das Thema Dankbarkeit.

00:37:41: Naja wir haben sie ja mit allem bezogen, ne?

00:37:43: Seid doch mal dankbar und jetzt aber bitte nicht so laut!

00:37:46: Also Geld haben wir auch keins.

00:37:47: Das finde

00:37:47: ich ganz spannend weil du sprichst ja sowas an mit dem wir aus einer heilkädagogischen Perspektive ja unbedingt auch immer arbeiten müssen nämlich mit so etwas wie einem Modell... einem Teilhabe oder Partizipationsmodell.

00:37:58: und dann, wenn man das untersucht kann man ja ganz einfach feststellen dass es unterschiedliche gerade von Teilhaben Intensitäten gibt.

00:38:07: Und die unteren gerade da wird man zum Beispiel sowas erleben können wie du das gerade schilderst.

00:38:14: natürlich du wirst eingeladen du bist gefragt aber dann mit den daraus folgenden Dingen hast du nichts mehr zu tun.

00:38:21: Also du darfst vielleicht noch nicht mal irgendwie sogar Themen vorschlagen.

00:38:25: Und da eben in so ein höheres Level zu kommen, hört sich für mich total sinnvoll an.

00:38:30: und das was du sagst führt mich aber zur weiteren Frage nämlich wenn wir jetzt darüber nachdenken und Du sagst ja auch wieder in so einer forschen Art und Weise.

00:38:39: ich brauche nicht den hundert neun neunzigsten Inklusionstisch weil wir haben alles auf dem was wir brauchen, um gute Entscheidungen zu treffen.

00:38:46: Warum gibt es denn in der EU keine Teilhabe oder Inklusionsrechtlinie?

00:38:51: Wir haben ja ganz viele Rechtlinien.

00:38:53: Warum gibts sowas nicht?

00:38:54: Es gibt die Antidiskriminierungsrichtlinie und das ist so... Und wir haben die EU behinderten Strategie.

00:39:03: Das ist keine Richtlinie.

00:39:05: Gebe ich dir recht!

00:39:08: Die fünfte Antidiskriminierungs- richtlinie schon uralt Grüße gehen raus nach Deutschland.

00:39:17: Die meisten Mitgliedsländer, darunter Deutschland, Italien und Tschechien weigern sich diese umzusetzen.

00:39:25: Also die Antidiskriminierungsrichtlinie?

00:39:29: Aber wenn wir noch mal zurückkommen zu dem also warum was ist dein Eindruck?

00:39:34: Warum gibt es denn nicht so etwas wie eine Inklusionsrichtlinia?

00:39:36: Liegt das jetzt daran?

00:39:38: Wenn ich jetzt ein bisschen rumspinne dann denke ja gut wahrscheinlich ist das Thema Main gestreamt genug dazu dass es so eine breite populärität erfährt.

00:39:49: das wiederum heißt, es gibt keine große lobby für behinderte Menschen oder sogenannte behinderte menschen.

00:39:57: Oder wie kann ich mir das erklären?

00:39:58: weil wir machen ja sogar ne richtlinie dafür wie krumm die banane sein muss oder wie lang die gurke sein darf oder muss damit sie in der eu verkauft werden kann.

00:40:09: aber wir schaffen das nicht.

00:40:11: diese Und nochmal, Menschenrechtsbasierte in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschriebenen Gesetze zu sowas wie eine Richtlinie zu formen.

00:40:22: Ich frag mich woran liegt das?

00:40:25: Es kommt auf die Ausschüsse drauf an.

00:40:28: Hast du einen gesetzgeberischen Ausschuss?

00:40:30: Du hast die Gurke erwähnt.

00:40:31: ich bin ja auch im... Das haben wir auch wieder gestoppt also die Gurken.

00:40:36: Die dürfen vielfältig sein.

00:40:38: Oder das schlechteste Europabeispiel Das ist ein Binnenmarktausschuss.

00:40:43: Ich habe mich ja auch bewusst dafür entschieden, dass ich nicht nur soziale, wo wenig Macht und Einfluss ist, sondern ich bin in diesem Bindenmarktauschuss.

00:40:52: Jeder Ausschuss ist aufgrund seiner Struktur und der politischen Mehrheit so strukturiert wie er strukturierend ist.

00:41:04: Es gibt gesetzgeberische Ausschüsse Ausschüsse mit wenig Gesetzen.

00:41:09: Das ist auch die Schwäche, wir als Europaparlament können die Kommission immer nur auffordern zu sagen macht uns einen Vorschlag und wir wollen ein gesetzgeberischen Vorschlag von der Kommission.

00:41:23: das muss die Kommision wollen also die Verwaltung.

00:41:28: Wir haben gerade eine politische Lage dass Verteidigung und Wettbewerbsfähigkeit, die Herzensthemen der Kommission und vieler Mitgliedsstaaten sind.

00:41:40: Soziales, Menschenrechte, Frauenrechtete sehen wir gerade global werden bekämpft und ignoriert.

00:41:46: in der letzten Legislatur war das anders.

00:41:49: da hatten wir viel mehr Vorschläge als es um den gesetzlichen Mindestlohn ging.

00:41:57: Da haben wir auch reingebracht auf.

00:41:59: Menschen in Einrichtungen sollen fair bezahlt werden Und dafür brauchst du politische Mehrheiten, die das genauso sehen.

00:42:07: Okay, das heißt wenn ich das umsetze was Du gerade sagst oder transferiere für mich dann breche ich das runter auf die Mehrheitsverhältnisse der Zusammensetzung des EU-Parlaments.

00:42:19: Die sind ja.

00:42:22: nach so wie ich das jetzt deute sind sie eher konservativ als dass sie also und konservativ.

00:42:30: damit ist ja ein relativ großes Spektrum inzwischen abgedeckt, in der EU.

00:42:36: Das heißt da sind... Du hast es vorhin schwarz genannt also die klassischen konservativen Parteien wie CDU und ich glaube auf der europäischen Ebene heißt das dann die EVP Und dann haben wir eine grüne und vielleicht rote Fraktionen und dann gibt's noch ein relativ großes blaues Segment AfD Rassemblement National wobei die auch streiten innerhalb ihrer Geschichte.

00:43:05: Aber das ist ein anderes Thema und wenn ich dich richtig verstehe, dann sind die Ausschüsse so zusammengesetzt dass sie dieses Parlament-Mehrheitsverhältnisse repräsentieren.

00:43:17: Wir haben eine politische Mehrheit, die rechtsfascistisch konservativ ist.

00:43:21: Das ist gerade die Mehrheit.

00:43:24: Die Kommission.

00:43:26: da hat man immer Frau von der Leyen im Fernsehen Aber jeder Staat muss eine Person aus seinem Staat schicken und sagen, ich entsende Ausland aus meinem Land Italien.

00:43:39: Aus meinem Land Österreich einen Kommissar der dann für ein Thema zuständig ist?

00:43:46: Wir haben – ich erwähne wieder gerade Menschenrechte, Frauenrechte Klimafolgenschutz nicht der heiße Scheiß!

00:43:55: Wie ihr seht wir haben keinen Commissar mehr für Soziales.

00:44:00: Das war eine Entscheidung von Frau von der Leyen.

00:44:03: Ich schwäche den Sozialbereich!

00:44:06: Wir haben keinen Kommissar, Kommissarin mehr für Gleichstellung – das war damals Helena Dali.

00:44:13: Heute ist es unter Ferner liefen.

00:44:17: Hätten wir jetzt eine große progressive Mehrheit?

00:44:20: Wären wir sturmgelaufen?

00:44:22: Wir sind ja auch sturm gelaufen, auch mit.

00:44:24: wo sind die Menschen dies betrifft?

00:44:26: einen guten, sehr kooperativen Zusammenschluss unterschiedlicher Verbände.

00:44:31: Das nennt sich bei uns European Disability Forum also das europäische Binnertenforum wo man sehr gut Strategien entwickeln kann, wo wir sehr gut kooperieren.

00:44:43: Das war damals die Situation wenn man rechts außen wählt bekommt man rechts Außen dann bekomme ich auch die Politik.

00:44:50: So kurz gefasst

00:44:53: ist es

00:44:54: und daher möchte Und ist es, was ich auch gerade mit einigen versuche?

00:45:00: Wir versuchen schon das Mainstream.

00:45:04: Also dass alle Ausschüsse dies betrifft sich mit dem Thema befassen.

00:45:09: Haushalt, Landwirtschaft, nicht dabei ihre freie Traktor sondern wo gehen Agrarmittel in?

00:45:17: wenn der Ökohof Verträge mit der Werkstatt macht soll dieser Ökohof dann noch EU-Mittel bekommen.

00:45:27: Und dann haben wir, wir sind ja Nominage Artor.

00:45:29: Einmal die Kommission, einmal das Parlament, die alle fünf Jahre gewählt werden und der Rat an europäischen Mitgliedstaaten.

00:45:37: Wenn die mehrheitlich sagen, null wollen wir nicht, machen wir nicht!

00:45:42: Wir machen mit EU-Mitteln ganz was anderes und da hat man einen ungarischen Ministerpräsidenten häufig wegen Korruption vor Augen.

00:45:49: Was macht denn die Bundesrepublik Deutschland mit unseren EU-Geldern?

00:45:55: werden über solche Mittelmöglichkeiten der Inklusion finanziert oder die Ausgrenzung finanzieren.

00:46:04: Wer kontrolliert sowas?

00:46:07: Somit ist es immer nicht so ganz einfach, aber ja von meiner Denke aus das ist nicht irgendwas mit sozialem und Gedöns sage ich jetzt mal ganz provokativ sondern ich will dass ihr die UN-Bindertenrechtskonvention in allen Bereichen und vor allem gesetzgeberischen Bereichen euch damit befasst.

00:46:27: Ja, also es ist so schön wie durch die Art und Weise wie du's gerade jetzt noch mal gerahmt hast ja auch dieses soziale Modell als Konstruktionsmodell für das Verstehen von Behinderung nochmal deutlich wird.

00:46:39: Also zu sagen ne das muss gemainstreamt werden weil das eben in allen Bereichen wirksam ist und deswegen nicht so stark isoliert oder begrenzt werden kann.

00:46:49: Du hast dich ja bei der A- oder B-Frage auch ganz klar eben für das Mainstream als Querschnittsthema ausgesprochen, nochmal schön deutlich geworden.

00:46:59: Es gäbe noch unglaublich viele andere Dinge die wir miteinander gut in den Blick nehmen können.

00:47:06: Wie schön

00:47:06: geht es noch?

00:47:08: Genau jetzt müssen wir glaube ich so ein bisschen priorisieren.

00:47:12: Ja, mich würde interessieren Katrin.

00:47:13: Wenn du die Gedanken noch mal bündeln müsstest was wäre aus deiner Sicht aktuell die wichtigste Aufgabe für ein inklusives Europa?

00:47:21: Große Frage!

00:47:25: Geldmittel zu verteilen über Geld.

00:47:27: hast du Macht und Einfluss um zu kontrollieren was mit diesem Geld passiert?

00:47:31: da habe ich nicht nur die Bundesrepublik im Kopf sondern natürlich auch andere Staaten.

00:47:36: das macht ihr und über die EU

00:47:39: Förderung

00:47:39: europäischer Sozialfonds.

00:47:41: wenn es Geld fehlt merkt man immer was Europa macht oder auch nicht macht.

00:47:47: Welche politischen Hebel werden dafür entscheidend?

00:47:52: Dass wir stark genug sind, als Parlament uns durchzusetzen und das ist noch alles in the making wie wir sagen im schlechten Englisch dass sich ein Parlament durchsetzt und das tun wir ja gerade, dass wir die Hand drauf haben bei den Mitgliedstaaten mitentscheiden was mit diesen Geldern passiert.

00:48:12: Das ist gerade ein Prozess, deswegen grade, was uns alle umtreibt, der langfristige Haushalt.

00:48:17: Es klingt immer sehr trocken aber darüber hast du Macht und Einfluss.

00:48:21: Und da die europäischen Mitgliedstaaten hinzukriegen und dass wir entsprechend rügen können, aber am Ende des Tages steht im Feld es mit Klageverfahren Karlsruhe.

00:48:35: Da hatten wir die beiden Beispiele einmal den Wahlrechtsausschluss.

00:48:41: Leider ist es immer noch so, dass du am Ende des Tages für deine Rechte die erklagen musst.

00:48:46: Was immer sehr simpel klingt.

00:48:48: aber wir unsere Aufgabe in Brüssel isst Wir wollen wissen was passiert mit dem Geld das nicht in irgendwelchen auch wie machen das schon also Die Mitgliedsstaaten?

00:48:58: fragts da können wir uns mal alleine Das müssen die anderen nicht so genau wissen Dass wir da nicht unsere Macht abgeben.

00:49:06: Was jetzt gerade schon finanzielle Mittel genannt, was müsste sich noch in Europa grundlegend verändern damit Teilhabe wirklich Realität wird?

00:49:15: Politische Teilhaber habe ich das Recht zu wählen.

00:49:19: Noch immer sind Menschen von vielen Wahlen ausgeschlossen aufgrund der Gesetzgebung.

00:49:25: Das bremst massiv bauliche Vorgaben.

00:49:31: der Privatsektor dieser Sektor endlich begreift, dass wir Steuerzahlerinnen sind.

00:49:38: Dass wir Kunden sind.

00:49:42: Der neue ICE L ist für mich ein Segen aus meiner Perspektive der ICE Neo, in denen komme ich ohne Einstiegshilfe, dass mir jemand wirklich mich in den Waggon reinzieht, kann nicht mehr selbstständig reisen.

00:49:54: also ich glaube Mobilität so verwirrend.

00:49:58: dieses Konstrukt auf EU-Ebenes ist eines der wichtigsten Aspekte wenn Alleiner aus dem Haus komme, nicht von A nach B komme.

00:50:06: Kann ich nicht wählen?

00:50:08: Kann ich mich abstimmen?

00:50:09: Kann sich meine Stimme nur bedingt erheben?

00:50:12: Somit das ist einer der Hebel wo wir weiterhin ansetzen müssen!

00:50:20: dass ich da, glaube ich noch so einen wichtigen Punkt zur Ergänzung finde.

00:50:24: Es ist erschreckend zu lesen oder zu hören, dass du die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im Europaparlament bist.

00:50:31: Also ich glaube wenn wir über Barrierenabbau sprechen ... also ich finde das signalisiert nochmal... Das ist wie so ein Hammerschlag ins Gesicht!

00:50:39: Wie viele Barriere es einfach noch gibt.

00:50:42: und der Spruch nicht mit uns über uns ist klar nicht ohne uns mehr.

00:50:48: Jetzt habe ich ein Worthänger.

00:50:50: Nicht über uns, ohne uns!

00:50:52: So ist es richtig.

00:50:53: Der ist da wirklich grundlegend wichtig.

00:50:56: also wir brauchen mehr Piers einfach die in die Initiative gehen und deswegen danke, danke dass du laut bist das du rebellisch bist, dass du was bewirks an der Stelle wo einfach Menschen wie keine eigene Betroffenheit haben nicht die Situation so einschätzen oder beurteilen können.

00:51:13: und das ist manchmal gut gemeint aber manchmal auch einfach fehl am Platz.

00:51:19: Nicht mal gut gemacht, nee das stimmt.

00:51:20: Genau!

00:51:21: Gut gemeint aber nicht gut gemacht ja.

00:51:23: Katrin gibt es denn noch so etwas wie ein Gedanken oder also was wie ein Abschlussstatement dass du los werden möchtest von dem Du sagst das wäre für mich noch wichtig bis heute mit unseren Zuhörenden irgendwie zu teilen?

00:51:42: Ja, vielleicht wieder zum Anfang des Gesprächs.

00:51:44: So was ist Inklusion?

00:51:46: Ich stelle dann immer abschließend bei solchen Gesprächen die Frage möchtest du als Mensch ohne Behinderung dass man so mit dir umgeht?

00:51:55: wenn ihr antwort nein es warm sollen behinderte Menschen das ertragen hinnehmen dankbar sein?

00:52:02: Das muss man nicht groß erklären.

00:52:03: Wenn man diese frage stellt hast Du mal Bei der Nichtbinderten Person Erstmal ein Stutzmoment Und dann kriegen die, fängt es an zu rattern und das ist wieder die Frage.

00:52:19: Möchte kann ich mir vorstellen dass über meinen Körper entschieden wird gegen mein Willen, dass sich nicht mit meinen Freundinnen in eine Klasse darf gegen meinen Willen Dass ich für sehr wenig Geld in Armut gehalten werde arbeiten muss aus Dankbarkeit und ich keine andere Möglichkeit habe meine Rechte wahrzunehmen darüber informiert werde, dass ich keinen Zugang zu Informationen habe.

00:52:46: Wenn ich das nicht...wenn ich es auch nö, wenn ich diese Frage mit Nein beantworten würde, nö möchte ich nicht, dass man so mit mir

00:52:51: umgeht.".

00:52:52: Jo!

00:52:52: Dann wünsche ich dir auch noch einen

00:52:55: schönen Tag.

00:52:56: Ja danke schön und ich finde das wieder spannend wie du das aufgelöst hast.

00:53:01: letztendlich höre ich da drin ja eine ganz alte, ich würd schon fast sagen philosophische Position aus der sogenannten goldenen Regel.

00:53:11: Also was du nicht willst, dass man dir tut.

00:53:14: Das füge auch keinem anderen zu und wenn du das beherzigst als Mensch dann glaube ich kannst du dir sehr gut vorstellen Was du nicht willst und was andere dann wahrscheinlich auch nicht wollen weil das ist ja das Schöne Es gibt ja nur eine Menschheit.

00:53:33: In diesem Sinne würde ich es jetzt gerne noch ein bisschen konkreter machen.

00:53:38: Gibt es etwas, was du unseren Zuhörenden empfehlen möchtest?

00:53:42: Was dich in der letzten Zeit irgendwie beeinflusst, beeindruckt angefasst oder wie auch immer berührt hat von dem Du meinst das ist gutes wenn das auch andere Menschen erreicht Ein Buch, ein Musik, ein Film, Theaterstück Irgendetwas.

00:54:00: Ich bin großer Fan von Opa und Konzerten und Musik.

00:54:05: Ich bin eine große Freundin von der Komponistin Fanny Mendelssohn Bartoldi.

00:54:11: Ich glaube viele kennen Felix Mendelsson, es war ihr Bruder und sie kam aus einer sehr wohlhabenden Familie.

00:54:18: Und ich stelle die persönliche Katrin-Berhauptung auf.

00:54:23: Sie war die bessere Kompionistin.

00:54:25: Er durfte durch Europa reisen hat das Geld nach Hause gebracht.

00:54:29: Sie durfte leider nur zuhause Klavierunterricht und so Salonabend gegeben, weil sie ist ein Mädchen.

00:54:35: Das hat ihrem Vater gesagt.

00:54:38: Sie ist leider sehr früh gestorben auf ihr Bruder am Bluthochdruck.

00:54:41: Die sind einfach vom Schimmel gefallen.

00:54:43: Und sie hat aus Frauenperspektive komponiert.

00:54:47: Sie hat Schubbertexte umgeschrieben aus der Sicht einer Frau.

00:54:52: Sie hatte im Rahmen ihrer Möglichkeiten, hat sich da Aussichtbarkeit geschaffen und ich finde sie.

00:54:58: Sie macht sehr schöne Werke, also wenn man sie mal googelt und man anhört muss kommt langsam auch sehr viel Material.

00:55:06: Fanny Mendelsson-Bartholdi

00:55:08: Ja super dass du das noch einmal gesagt hast, sonst hätte ich dich nochmal nach ihrem Namen gefragt.

00:55:12: Also fanny Mendelsohn-Batholdi.

00:55:15: Dankeschön Katrin!

00:55:16: Gerne

00:55:17: Vielen Dank für dieses Gespräch und die politischen Einblicke in die europäische und feministische Perspektive.

00:55:24: auf Barrieren formuliere ich mal.

00:55:26: Und die Teilhabe!

00:55:27: Noch an unsere Zuhörende, wenn du Rückmeldung hast Anregungen oder Themenwünsche schreib uns gerne eine Mail an podcast.bhponline.de Oder über den Instagram-Kanal des BHP.

00:55:40: Vielen Dank fürs zuhören und bis zur nächsten Folge von irgendwas

00:55:44: mit Menschen.

00:55:45: Macht's gut, bis bald.